Schwimmclub Zülpich e.V.

Unsere Geschichte

Die Chronik des Schwimmclub Zülpich

Gegründet am 22. November 1974, geprägt von Höhen und Tiefen – und getragen von Menschen, die Kindern das Schwimmen beibringen wollen.

Meilensteine

  1. 1974

    Gründung des Vereins

    Am 22. November gründen elf Damen und Herren im Schwimmbadrestaurant den Schwimmclub Zülpich e.V. – mit den Vereinsfarben Schwarz-Gelb. Nach sechs Wochen zählt der Club bereits 100 Mitglieder.

  2. 1975

    Erster eigener Wettkampf

    Fast 300 junge Schwimmerinnen und Schwimmer nehmen im April am ersten Wettkampf des SCZ teil – ein voller Erfolg.

  3. 1976

    Erster Sommerball

    Mit Stargast Peter Rubin feiert der Verein seinen ersten Sommerball; der Kinderchor „Pitsch Naß“ begeistert bei Auftritten bis hin zu Radio Luxemburg.

  4. 1979

    315 Mitglieder

    Nach dreieinhalb Jahren zählt der Verein 315 Mitglieder; die Einladungswettkämpfe in Zülpich erreichen bis zu 800 Starts pro Tag.

  5. 1980

    Platz 19 im Bezirk Köln

    Unter rund 90 Schwimmvereinen im Bezirk Köln erreicht der Schwimmclub Zülpich Platz 19 der Rangliste.

  6. 1981

    Das Großfeuer

    Schwimm- und Sporthalle brennen ab – über 300 Schwimmer stehen auf dem Trockenen. Der Verein kämpft ums Überleben und trainiert in umliegenden Bädern.

  7. 1986

    Neues Zuhause

    Das Lehrschwimmbecken der Hauptschule Zülpich wird die feste Bleibe: Rund 150 Kinder lernen hier in zwölf Gruppen schwimmen.

  8. Heute

    Schwimmen mit Freude

    Der Verein bildet Kinder ab 4 Jahren aus – montags und mittwochs in Zülpich, freitags in der Eifel-Therme Zikkurat in Mechernich. Der Spaß steht im Vordergrund.

Die Chronik im Wortlaut

Aus der Chronik des Schwimmclubs von Birgit Kammerscheid, geschrieben 1999. Zur besseren Lesbarkeit haben wir den Text in Abschnitte gegliedert – der Wortlaut blieb erhalten.

Die Gründung 1974

Am 22. November 1974 versammelten sich im Schwimmbadrestaurant elf Damen und Herren, um einen Schwimmverein zu gründen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten wurde der Verein durch Mithilfe von Herrn Keubgen vom Westdeutschen Schwimmverband offiziell gegründet.

Der Name Schwimmclub Zülpich e.V. mit den Vereinsfarben Schwarz-Gelb nahm von nun an einen stetigen Aufschwung. Nach sechs Wochen konnte der Club bereits 100 Mitglieder aufweisen. Unter der ersten Trainerin Hillebrand wurden die damaligen kleinen Wasserratten schnell gefördert, Kampfrichter- und Riegenführerlehrgänge wurden besucht.

Aufschwung und erste Erfolge (1975–1980)

Der erste Wettkampf, den der SCZ im April 1975 veranstaltete, war ein voller Erfolg: Fast 300 junge Schwimmer nahmen daran teil. Nach einem halben Jahr konnte der Verein bereits das 200. Mitglied, Lydia Wunderlich, aufnehmen. Der erste Sommerball im Juli 1976 mit Stargast Peter Rubin wurde von einer großen Anzahl von Vereinsfreunden besucht.

Im Training ging es weiter bergauf: Zusätzliche Trainingsstunden wurden von der Stadt bewilligt, so dass die Wettkampfschwimmer dreimal wöchentlich trainieren konnten; Mutter-und-Kind-Schwimmkurse waren überbelegt. Schnell brauchte der Verein mehrere Trainer: Lothar Erkens, Hans-Albin Jakob, Etzard Alberding, Georgius Ziakas und Reiner Hardenberger hatten alle Hände voll zu tun, die kleinen Wasserratten unterzubringen. Wettkämpfe im Kölner und Bonner Raum wurden besucht, und die Erfolge der Schwimmer häuften sich.

Unter dem neuen Sportwart Rolf Schülter wurden mehr auswärtige Schwimmwettkämpfe besucht. Auch die Jugendlichen, inzwischen zu Riegenführern und Kampfrichtern ausgebildet, halfen kräftig mit: Petra Braun, Karin Braun, Ingrid Stoffels und viele andere unterstützten den Trainingsbetrieb. Marianne Braun half lange Jahre beim Kinderschwimmen mit, Hans Schneppenheim und Eduard Wiatowski leiteten das Erwachsenenschwimmen.

Im Dezember 1974 wurde der Schwimmclub-Kinderchor „Pitsch Naß“ unter Leitung von Petra Braun ins Leben gerufen. Auftritte bei Radio Luxemburg, bei den Sommerbällen und Weihnachtsfeiern fanden viel Begeisterung. Die Veranstaltungen an Karneval – der Kinder- und Jugendball – wurden immer beliebter, und die Stadthalle platzte bald aus allen Nähten. Weihnachtsfeiern mit der Laienspielgruppe „Acteur“ und Ehrungen der Wettkampfschwimmer waren mit bis zu 500 Gästen stets gut besucht. Besonders schön war die Aufführung der Märchenoper „Hänsel und Gretel“ von Humperdinck – alle Mitwirkenden waren Mitglieder des Clubs.

Die Einladungswettkämpfe in Zülpich, Herbst- und Nikolausschwimmfeste erfreuten sich im Kölner und Bonner Raum großer Beliebtheit – 800 Starts pro Tag waren keine Seltenheit. Inzwischen besuchten die Schwimmer Bezirksmeisterschaften und Westdeutsche Meisterschaften mit viel Erfolg. Im Jahr 1979, nach dreieinhalb Jahren, zählte der Verein bereits 315 Mitglieder.

Im selben Jahr erlebte der Verein eine Überraschung: Ein längst genehmigter Wettkampf mit rund 1000 gemeldeten Starts wurde kurzfristig infrage gestellt, weil zwei Zülpicher Geistliche den Beginn vor 11 Uhr untersagen wollten – an Sonn- und Feiertagen sollte keine Sportveranstaltung vor 11 Uhr beginnen. Mit Sondergenehmigung des Kreissportbundes durfte der Wettkampf dann doch um 8 Uhr starten; den auswärtigen Vereinen konnte nicht zugemutet werden, ihre bereitstehenden Busse abzubestellen.

Das Freizeitangebot für die Jugend wurde immer umfangreicher: Jugendherbergsfahrten, Radtouren, Ausflüge in den Kölner Zoo und ins Phantasialand, Wanderungen und Discos wurden mit viel Liebe organisiert. 1980 verbesserten sich die Leistungen der SCZ-Schwimmer deutlich: Unter rund 90 Schwimmvereinen im Bezirk Köln kam der Schwimmclub Zülpich auf Platz 19 der Rangliste. Auch das Zusammenwirken von Schule und Verein bewährte sich, und im Behindertensport half der Verein ebenfalls: Kinder und Jugendliche wurden im Lehrschwimmbecken der Hauptschule unterrichtet.

Das Großfeuer 1981

Juni 1981 – Großfeuer in Zülpich: In kurzer Zeit brannten Schwimm- und Sporthalle ab. Wo sollten die Zülpicher Schwimmer nun trainieren? Alle Stoppuhren und Geräte waren verbrannt, über 300 Schwimmer standen auf dem Trockenen, 90 Leistungsschwimmer konnten nicht mehr trainiert werden. Ein gut gehender Verein stand plötzlich vor dem Nichts.

Für die anstehenden Vereinsmeisterschaften stellte die Stadt Bad Münstereifel freundlicherweise ihr Hallenbad zur Verfügung. Danach begann das große Bitten um Aufnahme in umliegenden Schwimmbädern – mit wenig Verständnis für die Sorgen der Zülpicher Schwimmer. Die Wettkampfschwimmer wanderten nach Erftstadt und Köln ab, die übrigen trainierten in Satzvey und Füssenich.

Trotz großer Bemühungen der Stadt Zülpich und des Kreissportbundes fand sich kein großes Bad, das den Verein aufnahm. Auch der Vorschlag, den Verein als „Zülpich-Euskirchen“ in Euskirchen weiterzuführen, wurde nach monatelangem Warten im Sportausschuss abgelehnt. Der Verein ließ sich dennoch nicht entmutigen: Weiter wurden Wettkämpfe besucht, die Nichtschwimmerausbildung ausgebaut und vor allem der Nachwuchs gefördert. „Wir waren entschlossen, den Verein über Wasser zu halten. Wo sollten denn die kleinen Kinder schwimmen lernen?“

Neuanfang im Lehrschwimmbecken (ab 1986)

Immer wieder gab es Rückschläge: Das Bad in Füssenich wurde wegen Reparaturarbeiten an der Decke geschlossen, in Satzvey wurden die Kosten zu hoch. Das Lehrschwimmbecken in der Hauptschule Zülpich wurde schließlich die neue Bleibe des Vereins – und ist es bis heute.

Hier wurden Kinder ab fünf Jahren ausgebildet: Rund 150 Kinder lernten in zwölf Gruppen schwimmen, der Zulauf war groß – mit Wartelisten von bis zu drei Monaten. Vom Seepferdchen bis zum Goldenen Schwimmabzeichen konnten die Kinder im Verein bleiben; zur Abnahme der Abzeichen fuhr man ins Bad nach Euskirchen. Mit Herrn Stass hatte der Verein über Jahre einen hervorragenden Trainer, der pro Jahr 40 bis 90 Schwimmabzeichen abnahm und wöchentlich rund 150 Kinder in elf Gruppen trainierte.

Die Weihnachtsfeiern erfreuten sich seit vielen Jahren großer Beliebtheit: In der Aula der Grundschule wurden die Schwimmer geehrt, und das Kasperletheater mit Märchen der Gebrüder Grimm wurde begeistert verfolgt. Nach wie vor standen Jugendherbergsfahrten, Zeltlager und Ausflüge auf dem Programm.